Review: Creation Workshop (CW) für die Nutzung auf Wanhao D7

Review: Creation Workshop (CW) für die Nutzung auf Wanhao D7

CW auf dem Wanhao D7

Einschätzung aus User-Sicht

Der Wanhao D7 bietet im Gegensatz zu vielen hochpreisigen Druckern die Möglichkeit eine breite Palette an Harzen zu verarbeiten. Dabei stellt sich natürlich die Frage wie diese über Software konfiguriert werden können. Wanhao selbst empfiehlt Creation Workshop CW für Wanhao D7. Damit hat man als Betreiber auch schnell das Gerät in Betrieb genommen. Denn der Computer übernimmt Darstellung, Modellierung und das auch die Generierung von Stützstrukturen. Die Probleme die CW aufwirft werden aber schnell klar wenn man dann auch große Modelle mit langen Druckzeiten drucken will. Trotz, dass Wanhao in 2018 CW als Firmenintegration näher an die Hardware gebracht hat, erlebt man mit der Software gewisse technisch Einschränkungen die nachfolgend beschrieben sind.

Betrieb des CW während des 3D-Drucks

Zunächst einmal muss der Computer über die gesamte Druckzeit am Drucker angeschlossen sein, ein Windowsupdate, dass den Rechner neu startet unterbricht und zerstört dabei den Druck. Ebenso sind Screensaver oder sonstige Eingriffe vom System auf die Grafikverbindung zum Controller des 3D-Druckers eine leider gefährliche Angelegenheit. Man kann das alles manuell abschalten, frustet aber gerade besonders zu Beginn, sollte man das nicht wissen und man den Bildschirmschoner versucht zu drucken.

Rechenleistung beim Slicen und Druckprofile

Weiterhin verlangt ein großes Modell viel Rechenleistung vom Computer, sonst hapert es mit der Darstellung, dem Slicen des Modelles oder überhaupt der Verwendung des Computers. Nicht selten musste ein Laptop hart neugestartet werden weil CW mehr Rechenleistung für das Slicen geschluckt hat als vom PC bereitgestellt war.

Die Slice-Profile sind ein weiteres Manko. Diese beinhalten die Informationen für die Belichtungszeiten und die Schichtdicke des Modells. Diese beinhalten aber auch den Maschinencode (G-Code), der den Drucker über den Verlauf des Drucks steuert. Das Handling der Profile ist eher umständlich.

Ein weiteres gravierendes Problem wirft dieses Setup auf, wenn man mehr als einen D7 betreiben möchte, denn dann müssen mehrere Drucker an einem Rechner mit mehreren CW Instanzen jongliert werden, was nicht nur umständlich ist, sondern auch noch ein großes Risiko mit sich führt, dass Drucke abbrechen.

Fazit

CW ist ein gangbares Tool für den D7, solange nur ein 3D-Drucker mit wenigen Harzen angesteuert werden soll und der PC ausreichend Rechenleistung besitzt und insoweit eingestellt wurde, dass keine Kommunikationsunterbrechungen während eines Drucks zwischen PC und D7 vorkommen.

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