DruckWege Type D FLEX und PRO – Mischungsverhältnisse und Verformbarkeit

DruckWege Type D FLEX und PRO – Mischungsverhältnisse und Verformbarkeit

Mit diesem Blogpost wollen wir die Verformbarkeitseigenschaften von verschiedenen Mischkonstellationen zwischen unserem Type D Flex und Type D PRO demonstrieren. Da unser Type D Flex im polymerisierten Zustand ein extrem elastisches Material ist, macht es Sinn, je nach Projektbedarf die Flexibilität zu reduzieren. Das kann durch Beimischung von Typ D PRO erreicht werden. DruckWege hat beide Harze entwickelt und fertigt beide Produkte. Da das Anwendungsfeld unserer Kunden jedoch so vielfältig ist, wollen wir hier darstellen, wie sich die zwei Harze sinnvoll kombinieren lassen, um das Spektrum der Anwendungen zur erweitern. Beide Materialien bieten wir auch im Vorteilspaket an.

Type D PRO – das Allrounder Harz

Type D PRO ist ein Acrylat-Harz, welches für spezielle bzw. funktionelle Anwendungen im Bereich Prototyping entwickelt wurde. Die PRO Ausführung unseres Harzes weist eine erheblich höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Schlag- und Biegewirkungen auf. Das Harz bietet eine erhöhte Flexibilität und eine weiche Oberfläche. PRO Resin zeichnet sich durch eine gegenüber dem Standard erweiterte Funktionalität aus und kann aufgrund der höheren Schlagfestigkeit z.B. für Gehäuse, Griffe und Halter verwendet werden. Die Schrumpfung liegt bei weniger als 0.3%. 

Type D Flex – elastische Modellteile

Das Type D Flex ist unsere Option für besonders biegsame Modellteile mit der Funktionalität Elastizität zu erlauben. Das Type D Flex hat dämpfende Eigenschaften und ist als Resin für funktionale Prototypen entwickelt worden. Im polymerisierten Zustand eignet sich das Material für die Anwendung bei denen eine TPU-artige Flexibilität gefragt ist.

Mischverhältnisse Flex und PRO – Experimentelle Betrachtung

Um gezielt Eigenschaftsveränderungen in Bezug auf Biegsamkeit, Zähigkeit und Stoßbeanspruchung zu beeinflussen, haben wir in Kombination beider Harze die beiden Charakterisitika der Materialien kombiniert und in den folgenden Mischverhältnissen zur Eigenadditivierung experimentell betrachtet:

  • 1% PRO / 99% Flex
  • 5% PRO / 95% Flex
  • 25% PRO / 75% Flex
  • 37% PRO / 63% Flex
  • 50% PRO / 50% Flex
  • 75% PRO / 25% Flex
  • 95% PRO / 5% Flex
  • 99% PRO / 1% Flex

Zur experimentellen Betrachtung, haben wir hierzu Biegestäbe mit den Mischverhältnissen gedruckt und in einfacher Lagerung je Ende, durch Zug mittig belastet. Der Biegestab ist 4 mm dick und 100 mm lang. Die Belastung erfolgte mit Gewindefittings (je ca 100g). Hinweis: Der Fokus liegt hier auf experimentellen Methoden. Wir haben keine Normmethode angewendet. 

Mischanteile für Flex unterhalb 50 % erlauben formstabile Bauteile mit hoher Flexibilisierung. Wir haben die Auslenkung ins Verhältnis der Mischung und Belastung gesetzt. Bei hohen Flex-Anteilen (in Richtung 100%) ist die Elastizität so hoch, dass bei Loslagerung der Biegestab aus den Auflagerungen rutscht. Dieses Verhältnis wird insbesondere durch die Biegung der Stäbe zwischen zwei Fingern deutlich, was in den unten dargestellten Abbildungen gezeigt wird.

Type D Flex – Anwendungshinweise

Die Belichtungszeiten für das Type D Flex haben wir für verschiedene Geräte ermittelt, z.B.:

  • Anycubic Photon: 140 s pro Baselayer / 14 s pro Layer
  • Phrozen Shuffle: 150 s pro Baselayer / 15 s pro Layer
  • Elegoo Mars: 140 s pro Baselayer / 14 s pro Layer

Es wichtig, dass beim Type D Flex konsequent die Baseplate vor jedem Druck mit Alkohol gereinigt wird. Die Reaktivität und latente Oberflächenhaftung begünstigt ein leichteres Anhaften an der FEP-Folie. Deshalb sollte der Verfahrweg in Z -Achse beim Trennen zwischen jedem Layer mit ca. 20 mm und eine beschleunigte Retraction beim Lösen gewählt werden. Das Material ist extrem elastisch, was bei einem Top-Bottom Printer sicher weniger Probleme darstellt, da das Lösen der Schichten kraftlos geschieht, als bei einem Bottom-Up Printer, bei dem jeder Layer von der FEP Folie gezogen wird. Mit Beimischung des PRO Harzes, wird der Effekt jedoch auch deutlich positiv verändert.