Elegoo Mars 3D Drucker – Review

Elegoo Mars 3D Drucker – Review

Das vorliegende Review stellt den Elegoo Mars 3D-Drucker, basierend auf eigenen Anwendungsversuchen, vor. Hier werden der Elegoo Mars LCD / LED 3D-Drucker von der Inbetriebnahme bis zum Vergleich mit anderen Druckern seiner Kategorie verglichen.

Elegoo Mars aus Anwendersicht

Der Elegoo Mars ist ein UV LCD (DUP) 3D Drucker. Mit einem Preis (von ca. 250-270 EURO) ist er ein Einstiegsgerät und liegt klar am untersten Preisende massentauglicher Resin-Printer. Für den Preis erhält man einen guten Qualitätskompromiss. Das Display besitzt die selbe Auflösung wie die teurere Konkurrenz. Allerdings haben wir festgestellt, dass die Mechanik eher verbesserungswürdig ist. So, haben wir bei massiven bzw. großen Objekten festgestellt, dass sie ein sichtbares „wobbling“ aufzeigen da die Führung der Z-Achse nicht so stabil ausgeführt ist, wie beispielsweise bei einem Phrozen Shuffle.

Nichtsdestotrotz ist der Elegoo Mars ein sehr gutes Einstiegsgerät, das auch mit unseren Type D Harzen problemlos kompatibel ist. Belichtungszeiten für unsere Harze haben wir hier für den schnellen Einstieg dokumentiert.

Übrigens auch sehr interessant: ELEGOOO Inc. wurde 2011 gegründet und ist laut der Firmenwebseite ein erfolgreiches Technologieunternehmen, das sich der Forschung und Entwicklung, Produktion und dem Marketing von Open-Source-Hardware widmet. Mit Sitz in Shenzhen, dem Silicon Valley von China, beschäftigt die Firma mehr als 100 Mitarbeiter.

Inbetriebnahme des Elegoo Mars

Paket Öffnen, Drucker aufstellen, Platz für den Deckel finden – Das geht relativ schnell, um die Maschine einzurichten. Was im Dauerbetrieb etwas stört ist die dauerhafte Aufsetzen und Abnahme des Deckels, aber kein wirklich dramatisches Thema. Andere Hersteller haben das etwas besser organisiert, beispielsweise mit Scharnieren. Es ist zwar in Anbetracht des Preises nicht verwunderlich, aber trotzdem sehr unhandlich den Deckel immer abnehmen zu müssen, insbesondere dann, wenn man im Labor/Werkstatt immer seinen Ablageplatz sucht. Der Deckel sollte während des Druckens auf dem Drucker bleiben, da dieser (hoffentlich UV-Licht filtert und verhindert, dass das Harz woanders als auf dem Druckbett aushärtet. Ob der Deckel wirklich UV-Licht blockt, haben wir noch nicht untersucht.

Unglücklich sind die Steckplätze für Strom- und USB-Kabel positioniert, als auch der An-/Aus-Knopf, denn die alle sind mittig an der Rückseite des Gerätes angebracht. Die Platzierung des Netzkabels ist in Ordnung, da braucht man normalerweise keinen ständigen Zugriff. Der USB-Port dagegen ist hinderlich, da man den Drucker nicht kabellos mit neuen Modellen versorgen kann. Aber dagegen kann ein USB-Verlängerungskabel Abhilfe schaffen, was wir auch installiert haben, so dass dieses wesentlich schonender auf den USB-Anschluss des Druckers wirkt. Denn häufiges Stecken hat schon den ein oder anderen USB Port bei anderen Printern zerstört und dann ist eine aufwendige Reparatur nötig. Wahrscheinlich ist das aber eher ein Problem von Powerusern.

Das Display hat uns extrem gut gefallen, weil es sehr sensibel reagiert (auch nach mit Harz beschmierter Oberfläche) und die Befehlsfelder groß genug für die Fingerspitzen sind. Die Displays der preisähnlichen Konkurrenz reagieren teilweise träge und weniger sensibel. Das Display ist definitv ein Pluspunkt für den Elegoo. Über das Display werden die Druckmodelle ausgewählt, die Z-Achskalibrierung und Slicer-Einstellungen pro Druckdurchgang vorgenommen.

Elegoo Mars vs Anycubic Photon

Am Rande: Uns fiel auf, dass der Elegoo Mars seinem Technik-Vorgänger, dem Anycubic Photon, extrem ähnlich aussieht:

  • Er hat dieselben Dimensionen für das Druckbett und Tank,
  • Dieselbe Art den Tank zu befestigen, wobei die korrekte Rast-Position nur leicht in den Boden des Druckers eingelassen wurde, beim Anycubic hat man noch zwei Stopper im hinteren Einschubbereich, was die Arretierung vereinfacht.
  • Das Benutzerinterface in Bezug zu Menüpunkten und Auswahlpunkten ist eine Spiegelung vom Anycubicmenü.

Es gibt aber auch Unterschiede:

  • Der USB-Anschluss ist beim Elegoo hinten am Gehäuse versteckt, dafür hat dieser aber auch weniger Ausfälle als beim Anycubic. Im Dauereinsatz beim Elegoo (über aktuell mehr als 3 Monate) haben wir mit dem USB Port noch kein Problem gehabt. Beim Anycubic hatten wir seither verschiedentlich Kontaktprobleme am Port (auch hier verwenden wir jetzt eine fixierte USB Extension), an die die USB-Sticks ein- und ausgesteckt werden.
  • Die 3D-Modelle müssen mit Chitubox in das .cbddlp Format gesliced werden. Anycubic bietet hier seine eigene Slicer-Software an.
  • Der Deckel des Gehäuses ist zwar nicht zu fixieren, da er nur aufgesetzt wird. Er lässt sich wie eine Haube abnehmen. Dafür hat man aber auch einen wesentlich freieren Zugang für Tank, was ein Vorteil im Handling mit dem Harzbehälter ist, sowie der Druckplattform und dem Motor. Beim Anycubic ist die Vorderseite des Gehäuses eine Klappe, die man nach oben öffnen kann. Das hat zwar den gesamten Drucker stabiler wirken lassen, aber die Einschränkung, um an den Innenraum des Druckers zu kommen, macht die Wartung insgesamt schwieriger.
  • Anders als beim Anycubic kann man das Druckbett nicht mehr gedreht feststecken, um das Harz ablaufen zu lassen, oder schnell Fotos von dem Druck zu machen. Dafür ist im Lieferumfang des Elegoos eine Halterung enthalten, damit man das Druckbett im 45° Winkel abtropfen lassen kann, siehe nachfolgendes Bild.

  • Dem Mars Elegoo fehlt im Druckraum ein Lüfter, daher zählt er zu den leiseren Druckern. Ein HEPA-Filter existiert nicht.
  • Per Standardeinstellungen lässt sich der Anycubic Photon einen Piepton läuten wenn man einen Druck startet und das Druckbett in die Home-Position fährt. Darauf folgt noch ein Laut, wenn der Druck startet. Zuletzt meldet sich der Drucker wenn der Druck des Modells abgeschlossen ist. Der Elegoo Mars ist da „penetranter“: Er meldet sich jedes mal, wenn er die Lichtschranke mit der Baseplate durchschreitet. Beide Drucker kann man natürlich auch tonlos stellen, nur melden sie sich dann gar nicht und die eine Information die man haben möchte, wenn der Druck fertig ist, bleibt dann auch aus.

Elegoo Mars Resin

Da wir als Harzhersteller bewerten wollen, wie unsere Type D Resins auf dem Elegoo Mars 3D-Drucker funktionieren, freuen uns über den Erfolg, den wir mit dem Gerät mit unseren Harzen hatten. Hierzu haben wir eine Belichtungszeiten-Übersicht unserer Harze auf dem Elegoo zusammengefasst. In Kürze schauen wir beim Elegoo auch mal unter die Haube und geben ein Review zum Set-Up der Lichteinheit und der Wartungsfreundlichkeit, Austauschs der FEP-Folie usw. Nachfolgend ein Beispiel eines mit DruckWege Type D Harz gedruckten Modells auf dem Elegoo Mars.

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