Review zum Anycubic Photon

Review zum Anycubic Photon

Erste Eindrücke zum Anycubic Photon

Hiermit präsentieren wir ein kurzes Review für den Anycubic Photon nach den ersten Tagen im Umgang mit dem Gerät. Der Anycubic Photon ist ein DUP 3D Drucker und arbeitet mit einer LCD UV-Quelle zur Aushärtung der Harze.

Anycubic Photon: Arbeiten auf kompaktem Raum

Der Anycubic Photon hat auf den ersten Eindruck ein schönes kompaktes Design. Wenn man anfängt mit ihm zu arbeiten merkt man jedoch, dass „kompakt“ auch ganz schnell beengend werden kann. Denn, den Tank kann mit Harz auffüllen funktioniert nur, wenn dieser nicht fixiert ist, für alles andere ist das Gehäuse zu klein.

Bei der Reinigung hat man sehr wenig Bewegungsraum. Hinter die Gewindestange kommt man nicht, zwischen die Feststell-Schrauben des Tanks auch nur kaum.

Insgesamt ist dieser aber weitaus besser verarbeitet als andere Drucker in dieser Preiskategorie. Auch das öffnen des Druckers ist im Vergleich zu anderen Druckern besser durchdacht und macht einen guten Eindruck.

Die „Fenster“ des Gehäuses lassen einen eigentlich nur sehen dass die Druck-Platte schon nach unten gefahren ist. Entsprechend schade daran ist, dass das Plastik für die „Fenster“ auch anfälliger für das Harz ist und keinen UV Schutz bietet was eigentlich ein absolutes No Go ist.

Um den Tank zu fixieren, muss man ihn über das Display schieben. Dieses anders als bei der Konkurrenz in einer Aussparung im Boden des Gehäuses, anstatt per Klebeband unschön an der Oberfläche befestigt.

Zur Bedienung des Gerätes, braucht man eine zusätzliche Software, da der Anycubic nicht mit normalen .stl-Dateien funktioniert. Diese muss man erst mit dem „ANYCUBIC Photon Slicer“ in .photon-Dateien umwandeln. Dass diese Software nicht mit allen Grafikkartenkonfigurationen funktioniert und generell zum Abstürzen neigt, hilft hier nicht.

Bei uns hat es geholfen über die NVIDIA Systemsteuerung unter 3D-Einstellungen verwalten → Programmeinstellungen die „ANYCUBIC Photon Slicer.exe“ hinzuzufügen und auf Hoch-Leistung zu stellen.

Nach dem Slicen gibt die Software eine Schätzung zur benötigten Zeit an, diese fällt jedoch immer zu knapp aus. (Vermutung: Die Zeit die vergeht wenn der Motor die Platte auf die neue Position bringt wird nicht berücksichtigt.)

Wenn man dann sein Modell in das richtige Format umgewandelt hat überträgt man die Datei auf einen USB-Stick und steckt diesen in den Drucker.(Bei uns hat der mitgelieferte UBS-Stick nicht mit dem Drucker arbeiten können. Er hatte keine durchgehende Verbindung und wurde auch mitten im Druck rausgeworfen. Unter Windows hat der USB-Stick jedoch einwandfrei funktioniert.)

Einfache Bedienung über das Touchdisplay

Die ganze restliche Steuerung des Druckers geht dann relativ einfach über ein Touch-Interface an der Vorderseite des Druckers. Zum Drucken wählt man sich durch die Ordnerstruktur des USB-Sticks, wählt das gewünschte Modell aus und bestätigt den Druck. Positiv daran ist dass sich der Drucker den zuletzt benutzen Ordner merkt. Man muss sich also nicht immer wieder durch die Ordnerstruktur quälen, oder gar die Modelle im Root speichern.
Auch schön ist, dass der Tank eine Mündung zum Ausgießen des Harzes hat. Nur leider hilft diese mal überhaupt nicht denn es fehlt ein Abtropfrand der dieses Feature tatsächlich nützlich macht. So ist es einfach nur eine Ecke am Tank wo das Harz viel lieber überschwappt wenn man den vollen Tank bewegt.

Nach etwas Benutzung zeigen sich zwei kleine Stellen am Tank auf, wo er gegen die Wand im Gehäuse trifft und den Lack verliert. Wenn man dann noch die Folie beim Tank auswechseln muss, merkt man auch schnell dass dieser mit einer zusätzlichen Reihe an Schrauben festgemacht wird. Das hilft ausschließlich der Ästhetik und nicht der Erleichterung der Bedienung. Die neue Folie wird beim Einbau ähnlich gehandhabt wie beispielsweise beim Wanhao Duplicator 7.

Der Anycubic Photon druckt im Vergleich langsamer als die Konkurrenz. Das liegt daran, dass er eine vorkalibrierte Displaymaske besitzt. Dadurch auch Drucke die am Rand der Baseplate gedruckt werden vergleichsweise gleichmäßig ausgehärtet. Die Auflösung ist wie bei allen Geräten dieser Kategorie die selbe, da das Display vom exakt gleichen Typ ist. Der Anycubic kann aber durch die Displaymaske mit einem besseren Entresultat auftrumpfen.

Durch die niedrigere Endleistung ist bei vielen 3. Harzen eine geschliffene Baseplate von Vorteil um die Haftung zu verbessern. Auch bei DruckWege Harzen ist das empfohlen.

DruckWege Resins auf dem Anycubic Photon

DruckWege Harze sind kompatibel auf dem Anycubic Photon. Weitere Infos zu den Produkten und den Belichtungszeiten gibt es hier.

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