Review zur NanoDLP Software

Review zur NanoDLP Software

In diesem Beitrag stellen wir NanoDLP Slicer bzw. Editor für UV DLP und DUP 3D Drucker in einem Kurzreview vor. Interessanter Beitrag für UV Resin User von Drittherstellern, wie DruckWege Resins und andere.

Kurzübersicht UV DLP Slicer – NanoDLP

  • NanoDLP (3D-Editor) – https://www.nanodlp.com/download/
  • Kostenfreie Software
  • Keine Registration nötig
  • Getestete Version Build 2185
  • Webinterface ist von allen gängigen Betriebssystemen nutzbar

NanoDLP ist kein Programm zur Aufbereitung von Rohmodellen

Eins vorweg: NanoDLP ist keine Software mit der man Rohmodelle für den Druck aufbereitet. Zwar bietet NanoDLP rudimentär die Features dafür, aber alleine der Umstand, dass die Modelle nicht in diskreten Schritten gedreht werden können, sondern lediglich freihand mit der Maus, machen das Betrachten, Ausrichten und Trimmen der Modelle extrem schwierig.

Im nachfolgenden Beispiel ist die Darstellung eines 3D-Modells im Raum gezeigt, wobei die schachartige Fläche die Basisplatte darstellt. Das dargestellte Modell ist das DruckWege Kalibriermodell.


Man sollte darauf achten, dass das Modell plan zur Baseplate aufliegt, was man in Z-Achse mit Schritten (Einheit unklar) und dem MOVE – Button trimmen kann. Die Drehung zur Betrachtung, aber auch zur Ausrichtung des Modells, ist extrem wirr.

Ansteuerung des 3D-Druckers mit NanoDLP

Generell ist die Software darauf ausgelegt, dass man damit den vorliegenden DLP bzw. DUP 3D-Drucker ansteuert. Daher kann man mit der Software vor allem:

  • den Verfahrweg der Z Achse konfiguieren
  • das Display kalibrieren
  • Ungenauigkeiten in der Ausleuchtung von Displays mit einer Maske entgegenwirken
  • mittels GCODES den Druckvorgang anpassen
  • Harz-Profile anlegen, die dann jeweils auch eigene GCODES haben

Resinprofile mit NanoDLP

Gerade der letzte Punkt, das Management von unterschiedlichen Harzprofilen, ist sehr gut umgesetzt und ist eine hilfreiche Applikation, insbesondere dann, wenn man mit Dritthersteller Harzen arbeitet. Es können viele Details pro Harz konfiguriert werden, sodass man für jeden Druck schnell die richtigen Einstellungen zur Verfügung hat. So lässt sich schön übersichtlich eine kleine Bibliothek anlegen, die auch hilft die Harz- (Herstellungskosten) des Objektes pauschaliert zu kalkulieren.



Layerhöhe, Belichtungszeiten für die Base- und Standardlayer, Wartezeiten bis zur nächsten Belichtung des aktuellen Layers bzw. bei Heben der Baseplate. Die Ansteuerung kann sehr genau konfiguriert werden, so dass auch die Beschleunigung frei wählbar ist.

Hier bekommt man einen Einblick in auf gängigen Einstellungen:


Hervorzuheben sind Feinheiten wie Beschleunigung, mit Beschränkung für kleine Strecken.

Das Ausgleichen von ungleichmäßig belichteter Displays über eine Maske, um etwaige Belichtungsprobleme des Displays zu lösen, ist ein Feature das reine Slicingsoftware nicht kann.

Fazit

Man kann zusammenfassend sagen, dass NanoDLP das tut was es soll: einen Drucker ansteuern. Man darf allerdings nicht erwarten, dass es zur Bearbeitung von Modellen oder Stützen verwendet werden kann. Selbst einfaches ausrichten eines Modells kann zu einer Geduldsprobe werden.

Vorteile:

  • Keine Installation nötig (browserbasiert)
  • Keine USB sticks nötig
  • Drucker kann ohne Berührung über das Netzwerk bedient werden
  • Masking ist einstellbar

Nachteile:

  • Rendering findet im Browser statt und ist somit vom dem Rechner abhängig vom aktuell genutzten Rechner und Browser
  • Slicing findet meistens auf dem Drucker statt, meist ein Raspberry Pi. Dieser kann die Größe und Komplexität des zu slicenden Modells, aufgrund des geringen RAMs und CPU Power, limitieren.
  • Keine Möglichkeit das Modell in diskreten Schritten zu drehen
  • Supportstrukturen sind nicht nutzerfreundliche zu designen und zu bearbeiten.

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